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Bre3dAward geht an studentische Projektarbeit

Bre3DAward 2026

Inspiriert von der Libelle und der inneren Struktur von Knochen haben drei Bionik-Studierende der Hochschule Bremen einen Schließmechanismus für Flugzeug-Gepäckablagen neu entwickelt – 19,2 % leichter und von acht Bauteilen auf eines reduziert. Beim BRE3D-Award 2026 wurde das Projekt dafür ausgezeichnet.

Beim Bre3DAward 2026 – dem Bremer Award für 3D-Druck – hat eine Projektarbeit aus dem Bachelorstudiengang Bionik den Preis in der Kategorie „Bionische Gestaltung“ gewonnen.

Der BRE3D-Award wird vom Land Bremen ausgelobt und zeichnet herausragende Innovationen, Ideen und Projekte im Bereich des 3D-Drucks aus. Der Award wird in diesem Jahr zum dritten Mal vergeben und spiegelt die Stärken der Region in den Bereichen Bionik, Material und dreidimensionale Fertigungsprozesse wider.

Bionik trifft Luftfahrt

Das Projekt „LightFlight“ entstand im Rahmen des Challenge Based Learnings im Bachelorstudiengang Bionik der Hochschule Bremen während des Wintersemesters 2024/25. Die Studierenden Jona Ebeling, Tom Hirschmüller und Theo Hadler, mit Betreuung von Prof. Dr. Antonia Kesel und Florian Hoffmann, entwickelten gemeinsam mit Lufthansa Technik einen neuartigen Schließmechanismus für Kabinengepäckablagen. Dieser ist inspiriert von der Libelle und der Struktur von Knochenspongiosa und perfekt auf die Fertigungsbedingungen und den Einsatz von additiver Fertigung abgestimmt.

 

Durch die Kombination bionischer Konstruktionsprinzipien mit modernen Simulations- und Fertigungsmethoden wie CAD, SKO und FEM gelang eine Massenreduktion des Bauteils von 19,2 Prozent bei gleichzeitiger Erfüllung aller funktionalen, mechanischen und sicherheitsrelevanten Anforderungen. Besonders bemerkenswert: Die Anzahl der Bauteile wurde von zuvor acht Einzelteilen auf ein einziges Funktionsintegriertes reduziert.

Challenge Based Learning als Erfolgsfaktor

Die Aufgabenstellung von Lufthansa Technik adressierte drei zentrale Herausforderungen der modernen Luftfahrt: Leichtbau, Reduktion von Bauteilkomponenten und die unbedingte 3D-Druckbarkeit aller Komponenten. Letzteres ermöglicht eine dezentrale Produktion und reduziert Lager-, Produktions- und Ausfallzeiten erheblich – ein Ansatz mit direktem Einfluss auf CO₂-Emissionen und Betriebskosten.

 

„Die Projektarbeit zeigt eindrucksvoll, wie bionische Entwicklungsmethoden und additive Fertigung zusammenwirken können“, sagt Florian Hoffmann vom Bionik-Innovations-Centrum Bremen.

Eine Gruppe Menschen steht um einen Stehtisch und lacht stolz in die Kamera. Eine junge Frau präsentiert den Gewonnen Bre3DAward Pokal. Im Hintergrund steht das Roll-up des Projektteams.

Abb.: Das Gewinnerteam des Projekts „Lightflight“ – Florian Hoffman (HSB), Jona Ebeling,  Tom Hirschmüller, Steffen Deutsch (Lufthansa Technik),und Theo Hadler. 

Der Pokal des Bre3DAwards auf dem Gewinnertisch. Im Hintergrund des Pokals liegen Anschauungsmaterialien des Projekts.

Abb.: Der Pokal des Bre3DAwards in der Kategorie „Bionische Gestaltung“.

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